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Amazfit treibt Apple-Integration voran: iOS-Benachrichtigungen jetzt interaktiv am Handgelenk

von Danny
Amazfit rollt die Betaversion der iOS-Benachrichtigungsweiterleitung (Apple-Integration) in Europa aus

Amazfit treibt Apple-Integration voran: iOS-Benachrichtigungen jetzt interaktiv am Handgelenk

Gute Nachrichten für alle iPhone-Nutzer mit einer Amazfit am Handgelenk: In diesem Sommer rollt Amazfit in Europa eine neue Beta-Funktion zur iOS-Benachrichtigungsweiterleitung aus. Statt Nachrichten nur passiv zu spiegeln, wird die Uhr damit zum echten Zweitbildschirm – man kann direkt am Handgelenk auf Nachrichten antworten, Schnellaktionen wie „Als gelesen markieren“ oder „Zurückrufen“ nutzen und sogar Bilder aus Benachrichtigungen anzeigen. Ausgerollt wird schrittweise über die Zepp-App, den Anfang machen drei Sportmodelle.

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Was die neue Funktion kann

Bisher waren iPhone-Benachrichtigungen auf Drittanbieter-Smartwatches vor allem eins: eine reine Textanzeige. Genau das ändert sich. Die neue iOS Notification Forwarding macht die Mitteilungen interaktiv – vieles, was man sonst nur im Kontrollzentrum des iPhones erledigt, geht jetzt auch von der Uhr aus:

  • Antworten direkt vom Handgelenk – etwa auf WhatsApp-Nachrichten, ohne das Handy in die Hand zu nehmen.
  • Schnellaktionen wie „Als gelesen markieren“ oder „Zurückrufen“ bei einem verpassten Anruf.
  • Bildvorschauen aus unterstützten Benachrichtigungen – zum Beispiel Fotos aus Messenger-Apps oder das Kamerabild einer smarten Türklingel bzw. Überwachungskamera.
Amazfit Cheetah 2 Ultra am Handgelenk beim Trailrunning – eines der ersten Modelle mit der neuen Apple-Integration
Die Trailrunning-Uhr Cheetah 2 Ultra gehört zu den ersten Modellen mit der iOS-Integration. (Bild: Amazfit)

Diese Modelle machen den Anfang

Amazfit startet zunächst mit den Modellen Cheetah 2 Ultra, Balance Ultra und Balance 3. Weitere Uhren sollen in den kommenden Wochen und Monaten folgen:

  • Bip Max
  • Active 3 Premium
  • Cheetah 2 Pro
  • T-Rex 3 und T-Rex 3 Pro
  • T-Rex Ultra 2
  • Balance 2

Wer sich für die aktuelle Mittelklasse interessiert: Die erst im Juni vorgestellte Balance 3 ist ab Werk mit dabei und kostet in der Edelstahl-Variante 369,90 Euro, als Titan-Ausführung 449,90 Euro. Wie sich der direkte Vorgänger schlägt, haben wir übrigens im Test der Amazfit Balance 2 ausführlich angeschaut – auch sie soll die Funktion noch erhalten.

Amazfit Balance 3 Smartwatch – erhält als eines der ersten Modelle die iOS-Benachrichtigungsweiterleitung
Auch die neue Balance 3 ist beim Beta-Start dabei. (Bild: Amazfit)

Voraussetzungen und Aktivierung

Damit die Weiterleitung funktioniert, braucht es iOS 26.5 oder höher auf dem iPhone sowie eine aktuelle Version der Zepp-App und der Uhren-Firmware. Nach dem Update meldet sich die App in der Regel von selbst mit einer Einrichtungsaufforderung. Alternativ lässt sich die Funktion manuell aktivieren – unter Gerät > Benachrichtigungen > App-Benachrichtigungen. Anschließend wählt man aus, welche Apps ihre Mitteilungen an die Uhr schicken dürfen.

Der Haken: nur in der EU – und noch Beta

So praktisch das klingt, zwei Einschränkungen gibt es. Erstens ist die Funktion vorerst ausschließlich für Nutzer in der EU verfügbar. Das ist kein Zufall, sondern eine direkte Folge des Digital Markets Act (DMA): Apple muss die entsprechende Schnittstelle zur Benachrichtigungsweiterleitung in Europa auch für Wearables anderer Hersteller öffnen. Was für Nutzer außerhalb der EU nach einem Nachteil aussieht, ist hier also ausnahmsweise ein Standortvorteil.

Zweitens läuft das Ganze bewusst als Beta. Da Apples Weiterleitungs-Funktion selbst noch jung ist, kann es zu Aussetzern kommen – etwa dass Benachrichtigungen nicht ankommen, Antworten nicht durchgehen oder der gelesen-Status nicht sauber synchronisiert. Amazfit will die Funktion parallel zur Weiterentwicklung von Apples System weiter verfeinern.

Einordnung

Für Amazfit ist das ein wichtiger Schritt, denn beim Thema iPhone-Anbindung hatten Drittanbieter-Uhren gegenüber der Apple Watch bislang klar das Nachsehen. Genau diese Lücke schließt die neue Integration ein Stück weit – und zeigt, wie sehr die europäische Regulierung inzwischen den Funktionsumfang von Geräten beeinflusst, die eigentlich gar nicht von Apple stammen. Dass ausgerechnet EU-Nutzer hier zuerst profitieren, dürfte manchem außerhalb Europas sauer aufstoßen.

Fazit

Antworten, Schnellaktionen und Bildvorschauen direkt am Handgelenk – die interaktiven iOS-Benachrichtigungen machen eine Amazfit für iPhone-Besitzer spürbar alltagstauglicher und verkleinern den Abstand zur Apple Watch. Dass der Start als Beta erfolgt und anfangs nur wenige Modelle unterstützt werden, trübt das Bild kaum: Die Liste der kompatiblen Uhren wächst, und die Aktivierung ist mit wenigen Schritten erledigt. Wer eine der genannten Amazfit-Uhren mit einem iPhone koppelt, sollte nach dem nächsten Zepp-Update also unbedingt einen Blick in die App werfen.

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