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Google Pixel Tag: Googles erster eigener Bluetooth-Tracker mit UWB

von Danny
Google Pixel Tag am Schlüsselbund in einer kleinen Schmuckschatulle

Google Pixel Tag: Googles erster eigener Bluetooth-Tracker mit UWB

Über Jahre hat Google beim Thema Bluetooth-Tracker nur zugeschaut, während Apple mit dem AirTag und Samsung mit dem Galaxy SmartTag längst eigene Hardware im Angebot hatten. Damit ist jetzt Schluss: Auf dem Made-by-Google-Event am 12. August 2026 hat Google gemeinsam mit der Pixel-11-Reihe und der Pixel Watch 5 den Pixel Tag vorgestellt – Googles erste eigene Antwort auf den Apple AirTag. Der Tracker kombiniert Bluetooth Channel Sounding mit Ultra-Wideband (UWB) und hängt sich direkt ins Find-Hub-Netzwerk von über einer Milliarde Android-Geräten ein.

Google Pixel Tag am Schlüsselbund in einer kleinen Schmuckschatulle
Der Google Pixel Tag ist Googles erster eigener Bluetooth-/UWB-Tracker. (Bild: Google)

Zentimetergenaue Ortung dank Bluetooth Channel Sounding und UWB

Der eigentliche Clou steckt in der Technik: Während einfache Bluetooth-Tracker nur grob sagen können, dass sich ein Gegenstand „irgendwo in der Nähe“ befindet, kombiniert der Pixel Tag Bluetooth Channel Sounding mit Ultra-Wideband (UWB). Mit einem passenden Smartphone führt die Find-Hub-App auf einer Distanz von bis zu 50 Metern mit visuellen Distanz- und Richtungshinweisen zum verlorenen Gegenstand – ähnlich der Precision-Finding-Funktion, die man vom AirTag kennt. Vorausgesetzt wird dafür allerdings ein Android-Gerät mit UWB-Unterstützung. Ist kein UWB verfügbar oder der Tag außer Bluetooth-Reichweite, übernimmt das Find-Hub-Netzwerk: Jedes der über eine Milliarde beteiligten Android-Geräte kann helfen, einen verlorenen Tag zu orten – Ende-zu-Ende-verschlüsselt, ohne dass Standortdaten dauerhaft gespeichert werden.

Dünn, stabil und mit austauschbarer Batterie

Statt der runden Form des AirTags setzt Google auf ein längliches, ovales Gehäuse aus Edelstahl und Polycarbonat: 46,1 mm hoch, 28 mm breit und nur 5,4 mm dünn, dazu ein Gewicht von 11,8 Gramm. Auf der silbernen Metallfront sitzen ein „G“-Logo und eine Aussparung für den integrierten Lautsprecher, auf der Kunststoffrückseite in der Farbe „Fog“ lässt sich per Dreh-Verschluss die austauschbare CR2032-Knopfzelle wechseln, die laut Google über ein Jahr durchhält. Nach IP67 ist der Tag gegen Staub und für bis zu 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe geschützt. Ein Knopf auf dem Tag lässt zudem in umgekehrter Richtung das Smartphone klingeln, selbst wenn es lautlos gestellt ist – praktisch, wenn nicht der Schlüssel, sondern das Handy verschwunden ist.

Eine Hand hält den dünnen, ovalen Google Pixel Tag zwischen zwei Fingern
Mit 5,4 mm Dicke und 11,8 Gramm ist der Pixel Tag ungewöhnlich dünn. (Bild: Google)

Einrichtung per Fast Pair, Teilen mit bis zu 10 Personen

Die Einrichtung läuft über Fast Pair: Batterielasche entfernen, Tag in die Nähe eines Android-Geräts mit Android 9 oder neuer halten, fertig. Anschließend lässt sich der Tag in der Find-Hub-App einer Kategorie zuordnen oder frei benennen. Ein Pixel Tag kann mit bis zu zehn Personen geteilt werden, sodass sich etwa ein gemeinsam genutzter Koffer oder Fahrradanhänger von mehreren Nutzern gleichzeitig wiederfinden lässt. Wer eine Pixel Watch trägt, kann den Tag auch direkt vom Handgelenk aus orten und klingeln lassen, und Besitzer kompatibler Pixel Buds können Gemini per Sprachbefehl bitten, den Tag zu suchen. Verliert man ein Gerät dauerhaft aus den Augen, greift zusätzlich eine „Left Behind“-Erinnerung, die proaktiv warnt, bevor der Gegenstand liegen bleibt – und wie bei Apple und Samsung schlägt das Smartphone automatisch Alarm, wenn ein unbekannter Tag über längere Zeit unbemerkt mitreist.

Technische Daten im Überblick

  • Vorgestellt: 12. August 2026, im Rahmen von Made by Google 2026
  • Ortung: Bluetooth Channel Sounding plus Ultra-Wideband (Precision Finding, bis 50 m), Anbindung an das Find-Hub-Netzwerk (1 Mrd.+ Android-Geräte)
  • Material/Maße: Edelstahl und Polycarbonat, 46,1 × 28 × 5,4 mm, 11,8 g mit Batterie
  • Farbe: Fog (einzige verfügbare Farbe zum Start)
  • Schutzart: IP67 (bis 1 m Wassertiefe, max. 30 Minuten)
  • Batterie: austauschbare CR2032-Knopfzelle, laut Hersteller über 1 Jahr Laufzeit
  • Kompatibilität: Android-Geräte ab Android 9, Einrichtung per Fast Pair
  • Sensorik: Beschleunigungssensor, Lautsprecher, Bluetooth, UWB
  • Teilen: mit bis zu 10 Personen möglich
  • Zubehör: optionale Schlüsselband-Halterung von Google
  • Verpackung: laut Google 100 % plastikfrei

Preis, Verfügbarkeit und Einordnung

In den USA kostet der Pixel Tag 29 US-Dollar einzeln beziehungsweise 99 US-Dollar im Viererpack – und positioniert sich damit preislich exakt auf Höhe des Apple AirTags. Verkauft wird er allerdings erst ab dem 11. November 2026, während die Pixel-11-Geräte bereits vorbestellbar sind. Für Deutschland beziehungsweise Europa hat Google bislang weder Preis noch konkretes Verkaufsdatum genannt; ein zuvor kursierender Leak-Preis von 34,90 Euro bezog sich lediglich auf den Ankündigungstermin und ist nicht offiziell bestätigt. Wir aktualisieren den Beitrag, sobald Google die europäischen Details nennt.

Für Android-Nutzer schließt der Pixel Tag eine Lücke, die es beim AirTag im Apple-Ökosystem so nicht gibt: eine native, von Google selbst kommende Tracker-Lösung, die direkt mit Fast Pair, der Pixel Watch und Gemini zusammenspielt, statt auf Drittanbieter wie Chipolo oder Pebblebee angewiesen zu sein. Ob das reicht, um sich gegen die etablierte Konkurrenz und die auffällig kompakte, aber ungewöhnliche Bauform durchzusetzen, wird sich erst im November zeigen – dann allerdings zunächst nur in den USA.

Fazit

Mit dem Pixel Tag zieht Google endlich technisch gleich: UWB-Präzisionsortung, ein Milliarden-Geräte-Netzwerk und die gewohnt enge Verzahnung mit Pixel-Handys, -Watch und -Buds sprechen für den Tracker. Die ungewöhnlich dünne, ovale Bauform könnte allerdings ebenso zum Kaufargument wie zum Kritikpunkt werden – ohne festen Schlüsselring-Mechanismus braucht man fürs Anhängen an Schlüssel oder Rucksack separates Zubehör. Der größte Wermutstropfen für hiesige Leser bleibt aber die Verfügbarkeit: Bis der Pixel Tag – hoffentlich mit europäischem Preis und Termin – auch in Deutschland zu haben ist, bleibt es vorerst bei einem vielversprechenden Blick über den großen Teich.

Disclaimer: Alle im Beitrag genannten Produktnamen, Logos und Marken sind Eigentum der jeweiligen Hersteller und dienen ausschließlich der Beschreibung und Information. Alle Informationen basieren auf offiziellen Pressemitteilungen und öffentlich zugänglichen Quellen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Angaben wird keine Garantie übernommen.

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