Samsung SmartThings: API wird kostenpflichtig – das solltest du als Home-Assistant-Nutzer vor dem 15. Dezember prüfen

von Danny 3 Min. Lesezeit
SmartThings API: Grafik zu den neuen Bezahlplänen für Entwickler
Bild: SmartThings
Inhalt (5 Abschnitte)
  1. Die Pläne im Überblick
  2. Was bis zum 15. Dezember passiert
  3. So geht es in Home Assistant weiter
  4. Alternativen ohne Bezahlplan
  5. Fazit

Samsung hat die Bezahlpläne für die SmartThings-API offiziell bestätigt. Betroffen sind vor allem Nutzer von Home Assistant, die ihre SmartThings-Geräte über die Cloud-Schnittstelle einbinden. Seit dem 4. November 2026 lassen sich ohne bezahlten Plan keine neuen Apps mehr anlegen oder bearbeiten, bestehende Integrationen laufen weiter. Ab dem 15. Dezember 2026 kann SmartThings Konten ohne bezahlten Plan einschränken, pausieren oder abschalten.

Die Pläne im Überblick

SmartThings nennt zwei Pläne. Der Developer Plan richtet sich an Einzelpersonen, wird pro Entwicklerkonto abgerechnet und erlaubt bis zu 100.000 Cloud-API-Aufrufe pro Monat und bis zu zehn aktive App-Installationen. Auf der offiziellen Plan-Seite steht ein Preis von 4,99 US-Dollar pro Monat (US-Preis ohne Steuer). Einen Euro-Preis nennt SmartThings nicht. Der Developer Plan startet zunächst nur in ausgewählten Ländern, ob Deutschland dazugehört, haben wir nicht bestätigt gefunden. Der Business Plan ist nutzungsabhängig gestaffelt und gilt ab einer Million Aufrufen pro Monat, der Preis gibt es auf Anfrage.

Was bis zum 15. Dezember passiert

Bis zum 3. November war der Zugriff frei. Zwischen dem 4. November und dem 15. Dezember laufen bestehende Integrationen weiter, neue Apps lassen sich ohne Plan aber nicht mehr anlegen. Ab dem 15. Dezember werden aktive API-Schlüssel von Konten ohne bezahlten Plan deaktiviert. Das gilt laut SmartThings für alle Home-Assistant-Nutzer, auch in Ländern, in denen es den Plan noch nicht gibt. Persönliche Zugriffstoken (PAT) sind laut SmartThings nur für temporäre Tests und einfache Skripte gedacht, keine Dauerlösung.

So geht es in Home Assistant weiter

Laut SmartThings soll ein Home-Assistant-Release am 2. Dezember 2026 die alte Konfiguration entfernen und die neue Integration bringen. Home Assistant selbst hat diesen Termin nach unseren Recherchen noch nicht bestätigt, die zugehörige Änderung liegt als offener Pull Request auf GitHub. Die neue Integration braucht einen aktiven Developer Plan und einen 24-Stunden-Token. Der Ablauf zwischen dem 2. und 15. Dezember: Home Assistant aktualisieren, die alte SmartThings-Integration entfernen, sie neu hinzufügen, den Token eingeben und die Geräte prüfen. Die Geräte-IDs in deinen Automationen bleiben laut SmartThings erhalten. Die Dokumentation von Home Assistant nennt noch den älteren Stand mit „Personal Plan“ und Oktober, sie ist inzwischen überholt.

Alternativen ohne Bezahlplan

  • Matter-Geräte: Sie lassen sich laut tink zusätzlich direkt in Home Assistant einbinden, ohne SmartThings zu entfernen.
  • Zigbee und Z-Wave: Du entfernst das Gerät aus SmartThings, koppelst es neu an einen Funkadapter für Home Assistant und passt deine Automationen an.
  • Reine Cloud-Geräte: Für sie gibt es keinen lokalen Weg. Dann bleibt nur ein Bezahlplan oder die SmartThings-App.

Kostenlos bleiben laut tink und SmartHomeAssistent die SmartThings-App mit ihren Routinen und Szenen sowie lokale Edge-Treiber. Für Zigbee-Geräte brauchst du einen Funkadapter, zum Beispiel den Aeotec Zi-Stick, einen Zigbee-USB-Stick für Home Assistant. Wie Thread im Smart Home funktioniert, erklären wir in unserem Beitrag Thread Border Router einfach erklärt.

Letzte Aktualisierung am 7.11.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr. * = Werbelink: Wenn du über einen solchen Link ein Produkt bestellst, bekommen wir dafür eine Provision vom Verkäufer. Für dich entstehen selbstverständlich keine zusätzlichen Kosten

Fazit

Du hast bis zum 15. Dezember Zeit, deine SmartThings-Anbindung zu prüfen. Wer Matter-, Zigbee- oder Z-Wave-Geräte nutzt, kann sie meist lokal in Home Assistant einbinden. Bei reinen Cloud-Geräten bleibt der Developer Plan mit 4,99 US-Dollar pro Monat, einen Euro-Preis und die Länderliste hat SmartThings noch nicht genannt.

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Geschrieben vonDanny, GründerIch bin Danny, gelernter IT-Fachinformatiker für Systemintegration. Beruflich arbeite ich derzeit in einem IT-Systemhaus und interessiere mich für Smart Home, Technik & Kryptos. Zum Team

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